Casting Study: Gehäuse für Laser-Photokoagulator
Der Laser-Photokoagulator kommt bei der Behandlung von Augenkrankheiten, insbesondere bei der Behandlung von zerstörten Blutgefäßen im Auge, zum Einsatz. Bei solch einem empfindlichen und teuren Hightech-Werkzeug wird ein Gehäuse benötigt, das neben den Funktionsqualitäten Fehlerfreiheit, Festigkeit und Langlebigkeit ergonomisch fachgerecht sein und sofort den Eindruck von Qualität und Effizienz erwecken muss. Feingussteile wurden in Betracht gezogen, da es sich um geringe Mengen handelt, jedoch erwiesen sich diese aufgrund der Bearbeitungs- und Handhabungskosten zusammen mit dem Fehlen von systemeigener Genauigkeit als ungeeignet.
Formteile aus Kunststoff besaßen weder das notwendige Gewicht noch die erforderliche Stabilität. Schließlich wurden Gussteile aus Zinklegierung (nach BS 1004A) gewählt, um das erforderliche Gewicht und den gewünschten Oberflächenzustand zu einem erschwinglichen Preis zu erzielen. Die Formkosten waren zwar relativ hoch, die Kosten des Fertigbauteils jedoch günstig. Insgesamt wurden vier Gussteile verwendet: zwei zur Bildung des Kopfdeckels und zwei zur Bildung des Gehäuses für die Bedientafel.